Bild v.l.n.r.:  Margret Steffens (3.Bürgermeisterin), Hans-Otto Pielmeier (Ortsvorsitzender CSU), Stefan Schelle (Bürgermeister Oberhaching)

Der CSU-Ortsverband Benediktbeuern-Bichl hatte zu einem Frühschoppen in den Gasthof zur Post eingeladen. Dabei stellten sich die Gemeinderatskandidaten der CSU mit Ihren Themen vor. Unterstützt durch Thomas Holz wurden lokale Probleme der Gemeinde Benediktbeuern besprochen. Dazu hatte sich der Ortsverband mit Stefan Schelle externe Fachkompetenz in die Veranstaltung geholt. Schelle, der in vielen kommunalen Ehrenämtern aktiv ist und seit 24 Jahren als Bürgermeister (CSU) der Gemeinde Oberhaching vorsteht, führte ein ganzes Spektrum an Ideen aus.

Auf das Problem bezahlbaren Wohnraums angesprochen, beschrieb er den kommunalen Wohnungsbau seiner Gemeinde Oberhaching. Über u.a. genossenschaftliche Projekte und eigene Modelle für Einheimische ist Oberhaching in der Lage, regelmäßig Wohnungen zu relativ günstigen Mieten (in der Vergangenheit 10-11€ pro qm) anzubieten. Die Anwendung von Erbpachtverträgen sei u.a. hierfür eine Grundlage und führe im Ergebnis für Mieter und Käufer von Wohnungen zu erträglichen Preisen. „Kauft‘s jedes Grundstück, dass ihr kriegen könnt. Das ist die erste Voraussetzung“, so Schelle als Tipp an die Gemeinde Benediktbeuern.

Mit Blick auf das mit 500.000.-€ pro Jahr hoch defizitäre Alpenwarmbad, stellte er für das Oberhachinger Bad ein deutlich geringes Defizit von 60.000.-€ gegenüber. Ermöglicht wird dies durch einen Verein, der das Bad auf ehrenamtlicher Basis führt. Das professionelle Aufsichtspersonal wie auch unterstützende Rettungsschwimmer, werden über den Verein verwaltet. Großzügige Öffnungszeiten und familienfreundliche Eintrittspreise seien gegeben. „In Oberhaching wurde und wird auch nach wie vor viel Engagement erbracht, um diesen Zustand zu erhalten“, so Schelle. Zwar sei das das Bad in Oberhaching als Naturbad nicht unmittelbar mit dem Alpenwarmbad vergleichbar, aber als Denkanstoß sollte man das Model doch einmal prüfen.

Auch zu weiteren Themen überzeugte Schelle durch seine direkte und klare Ansprache die Teilnehmer. Über seine mit viel Humor vorgetragenen Darlegungen gewann er die Sympathie der 45 Anwesenden.